McDonald's Shnitzl-Event: Große Show um kleine Fleischlappen


Der Chefcook empfiehlt heute...

(Oakbrook, Illinois, 9.9.2014) Also doch, die Gerüchte haben sich bestätigt: MacDonald’s steigt ins Geschäft mit Wiener Schnitzel ein. Konzernchef Ronald McDonald präsentierte am Dienstag auf der mit Spannung erwarteten Speisekarten-Konferenz die neuen ShnitzlMcNuggets. Sie sollen einige Snack-Funktionen übernehmen. Es ist der erste Vorstoß des Konzerns in eine neue Produktkategorie seit dem MacRib vor über zehn Jahren.

Außerdem stellte McDonald’s zwei BigMacModelle mit deutlich größeren Hackbatzen und ein mobiles Kalter-Kaffee-System vor, das dem herkömmlichen Muckefuck Konkurrenz machen soll.
Die Shnitzl waren die wichtigste Neuheit des Abends. Sie sollen lecker aussehen, als Zwischenmahlzeit dienen und Gesundheitsrisiken sammeln. Man kann sie schlucken und wieder hochwürgen, dabei gleichzeitig Kurznachrichten diktieren oder auch Musik hören. Die Shnitzl sollen auch direkt nebeneinander liegen. Man kann sie nach McDonald's-Angaben in einigen Hotels als Minibar-Ergänzung benutzen und sich Nährwertinformationen auf dem Karton anzeigen lassen.


Die Sechs und eine Cola Zero
  
Die ShnitzlMcNuggets soll es in zwei Portionsgrößen geben, sie sind quadratisch mit abgerundeten Ecken. In der hochwertigsten Version sind sie goldgelb paniert. Mit Rücksicht auf den schnellen Hunger sei eine komplett neue optionale Essweise entwickelt worden. Man können sie wahlweise kauen, vorher in der Hand zerdrücken oder gleich ganz herunterschlucken.
 
Das Shnitzl erinnert an Modelle der Konkurrenz

Die Schnitzl brauchen den Angaben zufolge für den Verkauf die Verbindung zu einem gut wärmeisolierten Karton. Sie funktioniert demnach mit Chicken McNuggets-Kartons ab dem vier Jahre alten Modell „12er Portion“. Die einzelnen Shnitzl sollen Anfang kommenden Jahres ab 3,49 Dollar verfügbar sein.
Der Geschmack der Shnitzl erinnert an bisherige Modelle unter anderem von Burger King  und KFC. Bei den fritierten Happen kritisierten Branchenbeobachter oft die Fetttrieferei und die Warmhalteproblematik. Es wird sich zeigen, ob es McDonald’s gelingt, die Kunden von seiner Idee zu überzeugten.
Mc Donald’s präsentierte zudem wie erwartet auch zwei größere BigMac-Modelle mit Hackbatzen-Diagonalen  von 4,7 und 5,5 Zoll (knapp 12 und knapp 14 cm). Sie heißen Bigger Mac  und Bigger Mac Plus und sollen am 19. September auf den Markt kommen. Konkurrierende Fast-Foods mit der alternativ verwendeten „Fritation Technique“ haben schon länger größere und fettere Batzen. McDonald’s sperrte sich bisher gegen diesen Trend.
Der BigMac ist das mittlerweile wichtigste Produkt des Konzerns. Er macht rund die Hälfte des Geschäfts aus. McDonald’s Anteil am weltweiten Rindfleischhack-Markt war zuletzt ein Stück weit abgerutscht. Burger King ist mit seinem gegrillten „Big King“ weltweit Nummer zwei, holt aber auf. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Ausgerechnet an dem wichtigen Abend leistete sich McDonald’s eine Panne: Die Stromversorgung der Warmhalteplatten brach immer wieder zusammen. Das Servieren der Probeportionen lief erst zum Schluss wieder stabil.

(Variiert nach der exklusiven Berichterstattung in SpiegelOnline vom 9. und 10. 9. 2014)

Kommentare:

Uschi Ronnenberg hat gesagt…

Grinsgeräusch. Oder so. Danke!

Gerald Fix hat gesagt…

Ich bleibe trotzdem mcdonaldsfreie (*) Zone - zumindest bis endlich der leckere McDöner kommt ...

* wie schreibt man das? McDonald'sfrei? McDonaldsfrei? mcDonaldsfrei?

Thies Thiessen hat gesagt…

Schwierig. Möglicherweise hätt ich schon im Titel schreiben sollen: "McDonald's' Shnitzl..."